Endlich – das Kalkwerk lädt zum Festival ein

4 06 2008

Es ist wieder mal soweit. Das Kalkwerk öffnet vom sechsten bis achten Juni zum 28. Mal seine Pforten für ein weiteres, aufregendes Festival. Das Programm ist wie jedes Jahr vielseitig und interessant. Es gibt, wie die vergangenen drei Jahre, eine Ausstellung in der Kunsthalle. Dort wird auch von der “No Dancers Company” mehrmals eine kleine Performance dargeboten. Das Varieté Freitagabend begeistert bereits jetzt schon auf dem Papier. Samstag und Sonntag spielen wie gewohnt die Kalkwerk-Bands und jeweils ein Topact. Für Kinderprogramm und reichlich Nahrungsmittel ist auch gesorgt. Neu und seit langem nicht mehr geschehen, findet der Abschluss des Festivals Sonntagabend mit einem Kalkwerk-Urgestein statt, der Band “Paris”. Darüber hinaus hat unser erster Vorsitzender, Klaus Schäfer, Sonntags um Mitternacht Geburtstag.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Die Stände stehen, die Aufbauten für die PA ebenfalls. Seit einigen Wochen kursieren die Programmhefte. Die Kunsthalle ist eingerichtet und auch in der Dorle-Schäfer-Halle werden die letzten Feinheiten erledigt. Die Besucher erwartet wieder ein aufregendes Festival, das am Freitag mit einem buntgemischten Varieté beginnt. Um 20 Uhr gehts los und wird von Sammy Tavalis, neben seiner eigenen Soloshow am Abend, moderiert. Diesmal beehrt auch ein ganz besonderer Gast den Varietéabend. Guillaume le Grand, der Begründer des Kalkwerk-Varietés, der sich selbst als “student of life” bezeichnet, ist seit 1975 Berufszauberer. Für den komödiantischen Part ist der Comedy Act “Herr Niels” zuständig, der an zufallenden Türen und zerrissenen Sakkos die Tücken des Objekts beweist. Für den nötigen Anteil an Comedy Akrobatik sorgen Jasper Herrmann und Thorsten Bohle als “Duo Unwucht”. Sie zeigen eine ungewöhnlich Partnerakrobatik-Darbietung auf technisch hohem Niveau, die zugleich urkomisch ist. “Der Thochsten”, ein tapsiger Kerl in blauer Latzhose, mit Wollmütze im Eierwärmer-Design, einem riesigen Schaffell um die Schultern und einer betörenden Fistelstimme bittet dann noch um milde Gaben, bevor er auf seinem Ölfass absolut verblüffende Kunststücke zeigt. Zum Abschluss gibt es Musik von der Cover-Band “Rock!t” aus dem Kalkwerk.

Am Samstag startet das Kalkwerk-Programm wie gewohnt um 13 Uhr mit den “Kalkwerk-Bands”. Als erstes spielt “Driven”, eine Hardrock-Band. Weiter gehts um zwei mit der Band “Autodidakt”, die ihre Spielzeit bei einem vom Kalkwerk organisierten vorangegangenen Bandcontest gewinnen konnten. Sie spielen “Melodic Punk-Rock”. Um 15 Uhr folgt dann “Virtous Dreams” mit experimentellem Rock. Danach gibts ein Trio, das auf 60′s Garage gebürstet ist. “The Beat Loosers” spielen eine halbe Stunde, bevor “Voodookong” um 16.30 Uhr, ebenfalls mit “Garage”, übernimmt. Daraufhin wird es etwas härter mit Trash- und Deathmetal von “Bloodspot”. Um 18 Uhr spielen dann “Ring of Fire”, die für 19 Uhr vorgesehen waren. Die Band spielt jedoch am gleichen Abend noch auf einer anderen Veranstaltung und hat von daher die Zeit mit dem “Stille Wasser Soundsystem” getauscht, die nun um sieben Uhr spielen. “Bughole” sorgt dann um 20 Uhr für groovenden Trashmetal, gefolgt von “Boiler” mit kultigem Rockstil. Um 22.30 Uhr ist es dann soweit mit dem Topact. Schottlands “Ska Band Nummer Eins”, “The Amphetameanies”, sorgen für tanzbare 80er “2-Tone-Musik” und verbinden diese mit dem unverwechselbaren Charakter der aktuellen Schottischen Indie Szene.

Am Sonntag folgt ebenfalls ein super Programm, das um 13 Uhr mit Post-Hardcore von “As Mentioned Below” beginnt. Um 14 Uhr geht es weiter mit Psychedelic, Funk und Jam von “Art is Cream”. Um 15 Uhr rockt die Trashmetal-Band “Publex”. Danach, um vier, spielen “Boom Boom Bang Gang” Blues, Funk und Soul. Kalkwerks zur Zeit bekannteste Band “Bubonix” spielen um 17 Uhr ihr neues Album, womit sie momentan auf Tour sind. Um 18 Uhr Hip-Hop von “Tempel”. Darauf haben “Irgendwie Anders” mit zynischem Deutschrock um 19 Uhr anschluss. “Dana.Plan” spielen um 20 Uhr. Highlight des Abends ist das “Antwerp Gipsy-Ska Orkestra”, die um 21.30 Uhr mit purer, rauer Energie authentische Roma-Gipsy-Melodien mit extrem tanzbaren Ska-Grooves verbinden und darbieten. Abschluss findet der musikalische Abend ab 23 Uhr mit der kultigen Kalkwerk-Band “Paris”, die mittlerweile ein “Kalkwerk-Fossil” ist.

Darüber hinaus kann während der Festivaltage die Ausstellung “Kalkwerker auf Reisen” besucht werden, in der Bilder von Urlaubsreisen von Kalkwerkern zu sehen sind. Wohlgemerkt handelt es sich hierbei aber nicht um gewöhnliche Urlaubsbilder, sondern um Bilder aus den äußersten Ecken unseres Planeten. Bilder die eher an Trekking-Urlaub erinnern oder an Abenteuergeschichten wie “Indiana Jones”. Die Tanzschule aus dem Kalkwerk, “No Dancers Company”, zeigt ebenfalls am Samstag und Sonntag jeweils um 14, 16 und 18 Uhr eine zwanzigminütige Aufführung zu verschiedenen aktuellen Pressetexten. Dies auch in der Ausstellungshalle. Für die Kleinen unter den Besuchern gibt es Samstag um 16 Uhr “Die Schatzkiste”. “Käpt’n Flintbackes” Piratenschiff ist in Not und wird von den gefährlichsten Piraten auf hoher See gejagt. Ein spannendes Piratenabenteuer für jung und alt. Sonntag um 16 Uhr ist dann “Der Drachenvulkan”, ein magisches Mitmachtheater mit Zaubersprüchen, wilden Rhythmen, zarten Gefühlen, einem neuen Drachenlied und einem Drachenbaby, das seine Mutter sucht, für die ganze Familie da.

Auf dem Gelände lassen sich noch viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib finden. Zum Beispiel eine Hüpfburg, Spiel und Bastelstände, ein Schminkstand und Michas Phantasiothek, in der seine beliebten Spieleerfindungen zu sehen sind. Unser zweiter Vorsitzender, Michi Schmitt, zeigt jeweils am Samstag und am Sonntag ab 17 Uhr das Siebdruck-Verfahren, indem er T-Shirts für die Besucher druckt. Wie dem Programm zu entnehmen ist, wurde dieses Jahr besonders auf die Kalkwerk-Bands rücksicht genommen, die mehr Zeit als sonst im Programm einnehmen. Sonntagnacht, zum Ende des Festivals, gibt es noch etwas ganz besonderes zu feiern. Unser erster Vorsitzender Klaus Schäfer wird um Punkt zwölf 70 Jahre alt. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, um Mitternacht mit allen Kalkwerkern die Ballons steigen zu lassen und mit unserem Vereinsvorstand auf den Geburtstag anszustoßen.



Das Böse lernt sich leicht, das Gute schwer.

30 05 2008

Wie nach einem Glockenschlag, gleich nach den beinahe abgeschlossenen Olympiavorbereitungen in China, haben die Proteste in Tibet begonnen. Man mag meinen, dass sich die Tibeter das Großereignis zur Aufmerksammachung der Chinesischen Besetzung zu Nutze machen. Dabei ist die Volksrepublik jenseits von Gut und Böse und hat in ihrer Geschichte bisher immer sehr wenig für Menschenrechte übrig gehabt. Nach den Protesten in Lhasa haben sich Demonstrationen wie ein Lauffeuer weltweit verbreitet. Der Olympische Fackellauf wurde an vielen Stationen von Demonstranten gestört und die jeweiligen Staatsgewalten mussten häufig gewaltsam eingreifen. Das die Proteste im Grunde sehr wenig bringen, sollte den aufgebrachten Demonstranten klar sein. China war seit der Machtergreifung der Maoisten nicht unbedingt ein Land, das die Belange der Menschen respektiert noch unterstützt hat.

Die fortwährenden Diskussionen über das besetzte Tibet erscheinen sinnlos. Die Weltbevölkerung müsste wissen, dass es die Chinesische Staatsführung recht herzlich wenig interessiert, was Bürger XY in Paris über deren Politik denkt. Die Demonstrationen erscheinen eher als Trostpflaster für die vergessenen Tibeter. Deren Land ist bereits seit 1958 von China besetzt. Es ist natürlich erfreulich, dass sich die Weltöffentlichkeit offensichtlich sehr für das Leid des Mönchsstaats interessiert. Genauso ist es positiv zu bewerten, dass auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht wird. Aber im Falle von China ist Hopfen und Malz verloren, solange auch Global-Player wie Google sich den menschenrechtsverletzenden Vorschriften der Volksrepublik beugen. “Das Reich der Mitte” ist zu einer eigenständigen Lobby des Westens geworden. Mittlerweile hat sie sehr großen Einfluss auf die Entscheidungen westlicher Unternehmen sowie deren Staatsführer. Da braucht die Volksrepublik nur mal kurz mit der Kappung der Geschäftsbeziehungen zu drohen, und schon kuschen unsere Staatsoberhäupter. Die globale Welt ist abhängig geworden von dem Großimporteur und wichtigen Wirtschaftspartner aus dem fernen Osten.

Die Olympischen-Spiele sollten als Chance gesehen werden für den Einzug westlicher Werte im Kommunistischen Staat. Nicht das es zwanghaft so sein sollte, aber vielleicht ist das ein weiterer Schritt Chinas in Richtung Humanität. Es ist eine klare Sache, dass China ein Land ist, dass sich nur langsam öffnen und ändern kann. Das zeigt auch die Bekanntmachung von Amnesty International, die in Bezug auf die Menschenrechte über eine Verschlechterung der Lage spricht. Solch ein eingefahrenes und marodes System kann nicht von einem Tag auf den anderen neu konstituiert werden. Die Aufstände in Lhasa dürfen natürlich nicht einfach übersehen werden. Es ist das gute Recht der Menschen dort genau jetzt zu demonstrieren, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Aber wahrscheinlich hätten sie das Ohr der Welt auch zu jedem anderen Zeitpunkt gehabt. Trotzdem handelt es sich hier um den Aufschrei eines vergessenen Landes. Eines Landes, das sich 1950 zum Teil durch Eigenverschulden in diese Lage gebracht hat. Ein Land im unzugänglichen Himalaja, von dem bereits Roosevelt sagte, es sei nicht zu verteidigen. Ein Land, welches für Mao immer eine noch zu befreiende Provinz war.

Es war ein ungleicher Kampf. Während die 80.000-Mann starken Chinesischen Truppen 1950 unter der Führung des einäugigen Generals Lin Po-tscheng ihre Zelte auf Tibetischem Boden aufschlugen, hatten die Tibeter gerade einmal 50.000 sehr schlecht bewaffnete Männer. Darüber hinaus schlossen sich 20.000 Tibeter den Chinesischen Truppen an, um gegen die Indien zugetanen Landsleute zu kämpfen. Hintergrund für die Parteiergreifung der Tibeter waren zwei vorangegangene Orakel, die den Mönchen großes Unheil voraussagten. Darauf hin wurde eine Gruppe von Sondergesandten in den Westen geschickt, um Unterstützung zu erbitten. Die westlichen Großmächte verweigerten ihre Hilfe, weil das Land im Himalaja unzugänglich und fast völlig von der Außenwelt abgeschottet ist. Daraufhin ersuchten die Abgesandten Hilfe in Indien. Eine andere Gruppe hatte das Interesse, Gespräche mit der neuen Führung in China aufzunehmen. Und so war die Besetzung durch China nach der kurzen 37-jährigen Unabhängigkeit Tibets nicht mehr aufzuhalten. Inder, Briten (die Anfang des zwanzigen Jahrhunderts in Tibet interveniert hatten) und die restliche Welt schauten zu. Für Indien und China war Tibet sowieso nur ein Puffer in ihren Handelsbeziehungen.

Dem Verlauf der Geschichte ist zu entnehmen, dass Tibet schon selbst einen Teil der Verantwortung für die Besetzung übernehmen muss. Schade jedoch, dass sie zu jener Zeit keine Hilfe von den Großmächten erwarten konnten. Das hätte aber damals zu einem weiteren fundamentalen Krieg führen können und alle Armeen der Welt waren geschwächt. Die Welt war erschöpft vom Krieg, auch wenn die Siegermächte des zweiten Weltkriegs durchaus zu einer Intervention fähig gewesen wären. Jedoch leben wir nun in einer anderen Zeit. In einer Zeit der Globalisierung. In einer Zeit, in der Wirtschaftsbeziehungen wichtiger sind als Menschenrechte.

In der Tat ist es unsinnig über Olympiaboykott zu sprechen, weil uns die Geschichte zeigt, dass dies niemandem hilft. Der Kalte Krieg wurde nach den Boykotten 1980 durch den Westen, nach dem Einmarsch von Sowjetischen Truppen in Afghanistan, und 1984 durch den Osten nicht beendet. Damit wurden nur die Sportler beschnitten, die äußerst unglücklich waren über den Umstand, an den doch so bedeutenden Spielen nicht teilnehmen zu können. Natürlich ist es offensichtlich, dass sich die Chinesen den olympischen Gedanken zu Nutze machen. Aber der wurde auch 1936 in Berlin nationalsozialistisch instrumentalisiert.

Jede Regierung würde versuchen, aus dem Großereignis Kapital zu schlagen. Tibet hätte wesentlich früher und dauerhaft für eine Befreiung einstehen sollen, damit der Sachverhalt bei der Weltöffentlichkeit nicht in Vergessenheit gerät. Die plötzlichen Aufstände weltweit helfen für den Moment recht wenig, nachdem die “halbe Welt” in die monströse Veranstaltung investiert hat. Vor allem handelt es sich um Sport, der nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden sollte. Vor allem sollte sich der Westen, von dem Asiatische Völker sowieso ein recht schlechtes Bild haben, aus der Angelegenheit raushalten.

Wie auch Altkanzler Helmut Schmidt (89) auf die Frage von Sandra Maischberger zu “humanitären Intervention” des Westen richtig entgegnete: ”Man solle sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen!”. Er hätte weder den Dalai Lama, noch, wie Angela Merkel in China, Menschenrechte angesprochen. Europa hätte seinerzeit ebenfalls Gräueltaten begangen. Eine Einmischung seitens westlicher Staaten erscheint oft als Anmaßung, “als ob wir alles besser wüssten”. In Zeiten, in denen auch Länder wie die Vereinigten Staaten mit Berufung auf die “Terroristische Gefahr” Menschenrechte verletzen, wird deutlich, dass die UN-Menschenrechtsdeklaration lediglich eine Absichtserklärung ist und für kein Land der Welt bindend. Des weiteren ist es eindeutig, dass die Demokratie aus kulturellen Gründen wohl nicht die richtige Regierungsform ist für asiatische Länder.

In Bezug auf das Begehren vieler Demonstranten, die Olympischen Spiele in China zu boykottieren, kann nur darauf verwiesen werden, dass das jeder Sportler für sich selbst entscheiden muss. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass ein Olympiaboykott auf Staatsebene zu nichts führt. Natürlich haben Sportler auch eine politische Verantwortung, jedoch ist Politik nicht ihr Metier. Helmut Schmidt war 1980 auch gegen ein Olympiaboykott. Aber aufgrund des Drucks aus den USA verkündete er im Bundestag genau das Gegenteil. Damals lag es aber vor allem am Kalten Krieg und an den auf die BRD gerichteten Raketen.

Es stellt sich nun die Frage, ob es in Ordnung ist, einen geistlichen Führer wie den Dalai Lama aufgrund der Umstände nicht zu empfangen. Schließlich ist er ein Religionsführer. Er spielt zwar auch politisch eine Rolle, aber trotzdem sollte er nicht unbedingt aus Rücksichtsgründen gegenüber China gemieden werden. Während Papst Benedikt XVI vor der UNO-Vollversammlung spricht und in der Türkei von islamischen Religionsführern empfangen wird, wird der Dalai Lama in Deutschland von den hochrangigen Politikern aus Rücksicht auf China, wovon wir nach Meinung von Kurt Beck mehr nehmen sollten, abgewiesen. Solange aber westliche Wirtschaftsinteressen stärker sind als das Interesse an den Menschenrechten in China, wird sich an der Humanitären Lage in der Volksrepublik und in den annektierten Provinzen nichts ändern. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich China weiterhin nach und nach dem Westen öffnet und somit auch die “Human Rights” Einzug in die Volksrepublik halten.



Stille-Wasser-Soundsystem um sieben statt um sechs

29 05 2008

Im Programmablauf des diesjährigen Kalkwerk-Festival hat sich für Samstagabend etwas geändert. Das Stille-Wasser-Soundsystem spielt statt um 18 Uhr erst um 19 Uhr. Grund dafür ist ein weiterer Auftritt, am selben Abend, von der Band “Ring-of-Fire”, die eigentlich um sieben Uhr gespielt hätte. So gibt es halt zu früherer Stunde etwas Country und Westernrock und zu späterer Stunde guten Rap.

Kalkwerk-Festival 2008
Bild aus dem Programmheft des Kalkwerk-Festivals 2008.

Die Besucher des Kalkwerk 2008 können dieses Jahr eine vielseitige Show der Rapper aus dem Kalkwerk erwarten. Unter dem Label “Soundsystem” treten die MCs mit der Band “Daneben” auf, mit der sich in den vergangenen Monaten eine teifgründige Kollaboration ergeben hat. Die Musiker machen nicht nur Hip Hop, sondern sie leben diesen Lifestyle total aus, indem neue Projekte angeregt und umgesetzt werden. Die Neigung zur Professionalität und die Liebe zu ihren Projekten wird auf der Bühne transparent. Ein eigenes Studio, eigene CDs und Vinyls, sowie unendliche viele Auftritte stehen im Focus.

Das Soundsystem ist für den Gig bereit. Das Programm steht, die Karten sind also neu gemischt. Wie bereits hier auf dem Infoblog veröffentlicht, haben “Daneben” und “Stille-Wasser” ein vielseitiges Programm. Es bleibt bei der ersten Programmkombination. Easy beginnt mit einem Intro, das er mit Greenstylez durchzieht. Daneben bringt sein allseits beliebtes “Jam-Session-Set” und Sam Big übernimmt dann mit seinem Soloprojekt. Zum Abschluss gibt es dann noch ein paar neue Burner von Easy der Mic Rebel. Natürlich sind alle Fans, Rap-Musik-Liebhaber und sonstige Personenkreise herzlich eingeladen, der Session am Festival beizuwohnen.



Eine gelungene Vernisage

12 05 2008

Am Samstag, den 3. Mai, haben die zwei Künstler Friederike Eberhardt und Victor Hugo die Allgemeinheit zur Eröffnung ihrer Vernisage im Kreml in Zollhaus eingeladen. Die Kunstaustellung, die unter dem Namen “Traum A” bis zum 11. Juni läuft, besteht aus den abstrakten und ausgefallenen Skulpturen und Bildern von “Fredi” Eberhardt und aus den ungewöhnlichen, in schönen dezenten Holzrahmen eingerahmten Polaroidbildern von Victor Hugo.

Vernisage in den Kunstsälen des Kreml, Zollhaus.
Die Vernisage stieß auf positive Resonanz. Foto: Luís Palma Matos

Ab 20.30 Uhr wurde den Besuchern Zutritt zu den ausgestellten Objekten gewährt, wo sie mit einem Sektempfang begrüßt wurden. Mit einer kurzen Ansprache von Friederike Eberhardt wurden die Gäste in die Ausstellung eingeführt. Die Kunstwerke, die an der Wand hingen, wurden bestaunt und genaustens betrachtet. Manche standen im Kontext vor den Bildern und Skulpturen und teilten ihre Eindrücke und Kunsterlebnisse untereinander.

Die Aussteller waren bemüht, allen fragenden Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Sie waren natürlich die gefragtesten Personen des Abends und waren stets am erklären, wie und warum sie ein Stück gerade in der Art angefertigt haben. Für beide ist es die erste Ausstellung. Dementsprechend waren die Künstler nervös und sehr gespannt auf das Feedback der Besucher. Das ist jedoch sehr positiv ausgefallen. Also wer sich die Ausstellung anschauen möchte, sollte dies schleunigst machen. Sehenswert ist sie allemal.



Gangster-Rapper 50 Cent auf Bühne beraubt

8 05 2008

Der nordamerikanische Rapper “50 Cent” ist bei seinem Auftritt auf dem Internationalen Friedensfestival in Luanda, Angola, auf der Bühne um seine Halskette gebracht worden. Für die Sicherheitskräfte ging die Aktion einfach zu schnell. Der junge Angolaner, der ihm eine sehr wertvolle Diamanten-Halskette abgerissen hat, flüchtete prompt wieder ins Publikum. Sicherheitskräfte, Rapper 50 Cent und weitere Akteure sprangen ihm ins Publikum nach.

Die Sicherheitskräfte konnten den Rapper nicht davor bewahren, auf der Bühne während eines Auftritts, vergangenen Mittwoch, bestohlen zu werden. Ein Amateurvideo, dass ein Besucher aus dem Blickwinkel hinter der Bühne aufnahm und welches auf YouTube kursiert, zeigt wie der junge Mann auf die Bühne springt und dem Musiker die Kette vom Hals reißt. Darauf hin verschwindet er wieder im zahlreichen Publikum. Der Täter der Aktion, Bruno Carvalho, ist später von der eigenen Familie zur Polizei gebracht worden, nachdem das Angolanische Fernsehen die Bilder ausgestrahlt hatte.

Dabei ist der Rapper doch so ein knallharter Gangster. So wie er sich in seinen Texten gibt, hätte er eigentlich ein “Neuner Eisen” ziehen müssen und dem Dieb die Leviten lesen müssen. Das auch 50 Cent für “Hollywood” auf Vinyl sorgt, ist hiermit entgültig eine klare Sache. Bei dem heutigen Rap handelt es sich sowieso meistens um Aktionfilm im Hörspiel-Fromat. Leider lassen sich Jugendliche trotzdem immer wieder von den Texten blenden und meinen nach dem Muster leben zu müssen. Ein kleiner Appell; glaubt nicht allem was manch Künstler verbreitet, genauso wenig wie ihr Politikern in der Regel glaubt. (Quelle: Publico)


Eins von den vielen Videos auf YouTube.



Skateparkeröffnung bei schönem Sonnenschein

7 05 2008

Das Wetter war ideal für die Eröffnung des neuen Skateparks am vergangenen Samstag im Tal Josaphat. Viele Eltern und Kinder waren gekommen, genauso wie die verschiedensten Jugendgruppierungen, die normalerweise nicht zusammen auf Veranstaltungen anzutreffen sind. Bürgermeister Martin Richard und die Erste Stadträtin Babette Täpper (beide CDU) haben der Eröffnung beigewohnt und gaben sich zufrieden mit dem vollendeten Projekt.

Skatepark im Tal Josaphat.
Bei schönem Wetter erlebte der neue Skatepark seine Eröffnung. Foto: Luís Palma Matos

Dazu gab es Gegrilltes, Getränke und ein musikalisches Programm. Auf dem Spot tummelten sich Kinder und Jugendliche, entweder auf Skateboards oder auf ihren Inlineskates. Die Stimmung war alleine schon wegen dem schönen Wetter hervorragend. Auf der Wiese spielten ebenfalls Kinder und Jugendliche mit Ball oder anderen Spielutensilien. Punks saßen im Schatten und auch die Erwachsenen gönnten sich ein Pils auf den Biergarnituren, wo auch unser Bürgermeister anzutreffen war, der sich aber bereits vor der musikalischen Darbietung wieder bei der Stadtjugendpflegerin Sandra Hoffmann verabschiedete.

Ein kleine Bühne wurde eigens für die Veranstaltung aufgebaut, auf der die Hip-Hop-Band “Tempel”, die Rockband “Zangief” und ein Hip-Hop-Projekt aus der Limburger Nordstadt ihr Bestes gaben. Leider gab es diverse technische Probleme mit der PA, was das Musikprogramm leicht beeinträchtigt hat. Nichts desto trotz war es ein gelungener Nachmittag, an dem viele Bürger aus den verschiedensten Kulturkreisen der Veranstaltung beiwohnten und somit die Multikulturalität unserer Gesellschaft wiederspiegelten.

Seit 1995 stand eine neue Location für die “Rollfanatiker” in der Diskussion. Bis zum konkreten Plan eines betonierten Spots waren die Vorschläge aber nie nach den Vorstellung der Stadt oder der jugendlichen Freizeitsportler an der Pusteblume. Damals wurde über eine Alternative unter der Neuen Lahnbrücke (Lichfield Brücke) debattiert, die aber auf Grund der Lage, der mit dem Schall verbundenen Lautstärke und der Problematik des Hochwassers nicht realisierbar war. Die Jugendlichen selber waren zur der Zeit auch nicht bereit, die Pusteblume als zentralen Treffpunkt und idealen Spot aufzugeben. Ende der Neunziger kam dann die Rollfläche im Tal Josaphat ins Gespräch.

Trotzdem hat es noch lange gedauert, bis die Idee in die Tat umgesetzt werden konnte. Noch zur Jahrtausendwende haben die Jugendlichen an der Pusteblume mit einer Unterschriftenaktion um den Standort in der Stadtmitte gekämpft. Jedoch bestand zu jener Zeit bereits das Interesse seitens der Stadt, den Skatern einen neuen Ort zu geben, um die Last des Lärmes an der “Puste” zu reduzieren. Schließlich war der Spot direkt vor dem Rathaus, indem sich die Angestellten im Sommer bei geöffnetem Fenster belästigt fühlten. So der ehemalige Stadtrat Heinrich Richard bei einem Gespräch im Frühsommer 2000.

Nach der Schließung der Skatehalle “Colosseum” im ehemaligen Galvanisierungswerk in Staffel, wurde der Plan für die Fläche im Tal Josaphat konkreter. Es wurden Rampen und Obsticals aus dem ehemaligen Bestand der Skatehalle auf der Fläche aufgestellt. Diese wurden aber direkt mit nicht sehr ästhetischen Graffitis beschmiert und nach einigen Monaten durch Vandalismus beschädigt. Holzrampen waren dementsprechend keine ideale Lösung für den Ort.

Nun ist ein Gelände für Rollbrettfahrer entstanden, der einem richtigen Skatepark gerecht wird und in seiner Beschaffenheit jeglichen Witterungsbedingungen trotzt. Altskater Wladimir Walth (34) findet den neuen Spot ideal und freut sich darauf, regelmäßig anspruchsvoll skaten zu können. Die Fläche ist mit zwei Miniramps an den jeweiligen Enden und einer Pyramide mit “Rail” und “Ledge” in der Mitte des Spots ausgestattet.

Die “Skatergemeinschaft” ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis, dass mit entsprechenden Sponsoren aus der Bauwirtschaft realisiert werden konnte. Fürs eine wurde die Bahn mit Einflüssen und Ideen der Skater mit dem Architektenbüro André und Erich Kramm konzipiert. Fürs andere wurde der Spot danach von der Baufirma Albert Weil realisiert, die die Materialien für den Bau und die Arbeitskräfte kostenfrei zur Verfügung gestellt haben.



Bistum fördert mit 1,45 Millionen Euro Projekte weltweit

29 04 2008

Im vergangenen Jahr hat das Bistum Limburg sage und schreibe etwa 1,45 Millionen Euro in weltweit 130 Projekte gesteckt. Mit den Fördergeldern wurde Entwicklunsarbeit geleistet und die Evangelisierung gefördert. Es werden laut Diözese hauptsächlich Projekte unterstützt, die zur Sicherung der Grundbedürfnisse führen, die Ausbildung und Erziehung unsterstützen und somit im sozialen Bereich ihren Anker haben. Im Mittelpunkt stehen Mütter und Kinder, deren Festigung am relevantesten ist.
Bevorzugt werden Projekte, zu denen eine Partnerschaft besteht und solche, bei denen Entwicklungshelfer und Missionare aus dem Bistum tätig sind. Insgesamt wurden mit den Geldern 30 weltkirchliche Aufgaben in Deutschland, 22 in Mittel- und Südeuropa, 48 in Afrika, 18 in Asien, elf in Mittel- und Südamerika und ein Projekt auf den Inseln Ozeaniens begünstigt. (Quelle: NNP)



Portugiesischer Abend in Gückingen

20 04 2008

Der Kulturkreis Gückingen organisiert einen kostenlosen Abend mit traditionellen Tänzen, Gesängen und kulinarischen Spezialitäten aus Portugal. Die Gäste werden von der altbekannten portugiesischen Folkloregruppe “Rancho Folclorico Lahn” aus dem limburger Schloss und dem jahrelangen Akkordeonspieler Carlos Polonio musikalisch unterhalten. Darüber hinaus werden Carla Moita und Monica Sequeira-Heinbücher über Portugal und deren Bewohner sprechen. Das ist eine schöne Möglichkeit mehr über das schöne Land am westlichen Ende Europas zu erfahren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. April, ab 19:30 Uhr, in der Königsteinhalle in Gückingen statt. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Kulturkreises unter http://www.auftakt-gueckingen.de/Kulturkreis.htm zu finden.


Eine portugiesische Folkloretänzerin in Aktion. (Quelle: http://www.jfnogueiro.pt/)



Hi, ich bin Tiago :)

20 04 2008

Hallo liebe Welt. Ich heiße Tiago Levin und bin am 16. April, um 10:17 Uhr, auf die Welt gekommen. Ich habe das Licht der Welt im limburger St. Vincenz Krankenhaus erblickt. Nach meiner Geburt habe ich 4.275 g gewogen und bin 56 cm groß gewesen. Eigentlich sollte ich eine Hausgeburt werden, aber leider war ich noch in der Sternengucker-Position, was meine Eltern und ihre Hebamme veranlasst haben, meine Mutter ins Krankenhaus zu bringen. Dort habe ich mir, wie bereits zehn Tage zuvor, noch einige Zeit gelassen. Nach einem fünfzehnstündigen Kampf und der unendlichen Suche nach der richtigen Position, habe ich es am Ende doch noch geschafft. Ich freue mich auf das Leben und möchte ganz viel erleben.

Der kleine Prinz etwa vier Stunden nach seiner Geburt.
Tiago etwa vier Stunden nach der Geburt.

Tiago am Montag, 21. April 2008.
Der kleine Prinz.



Rap aus Bielefeld rockt

18 04 2008

Wer würde glauben, dass es wirklich guten Rap in einer Stadt gibt, die im grunde gar keine ist. Bielefeld hat seit Jahren diverse Rapper zu bieten, die sich deutlich von der Norm abheben. Einer davon ist “Architekt”, der sowohl Battlerap, satirische Raps und wirklich auch gesellschaftskritische Texte am start hat. Er hat einen einziartigen Stil und vielseitige Tracks, die ihn vom Rest abheben.


“Movement” von Architekt.

Wann Architekt mal bei uns in der Nähe ist, poste ich bei bedarf. Ich bin selber gespannt, wie der Junge Live rüber kommt. Vor allem würde ich ihn gerne überhaupt mal Live erleben. Mehr von dem deutschen Underground-Rapper findet ihr auf seiner Myspace-Domain. Mehr Rap aus Bielefeld findet ihr auf der Website des bielefelder Labels “667 one more than the devil” oder auf der Website des Labels “Hiddentape“.