Der Eklat der Hessen-SPD

19 01 2009

Nach dem Andrea Ypsilanti im vergangenen November bei ihrem Versuch Roland Koch abzulösen, und sich zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, gescheitert war, kam es gestern Abend bei den Landtagswahlen zu dem vorhersehbaren Desaster. Die Wähler in Hessen haben sich deutlich von der SPD abgewendet, was auf Andrea Ypsilantis Wortbruch zurückzuführen ist. Sie hat im vergangenen Jahr nicht nur innerhalb ihrer Partei Gegner eines Linksbündnisses gehabt, sondern auch in der Bevölkerung Skepsis an ihrer Person ausgelöst.

Im vergangenen November hatten die Abweichler Jürgen Walter, Silke Tesch, Carmen Everts und Dagmar Metzger bereits für einen tiefgreifenden Eklat gesorgt, dessen Auswirkung die Hessen-SPD am gestrigen Sonntag deutlich zu spüren bekommen hat. Die vier Fraktionsmitglieder meuterten wegen der geplanten Wahl Ypsilantis mit Hilfe der Linkspartei im Hessischen Landtat. Wenigstens hatten die ehemaligen Parteigenossen Andrea Ypsilanti damals nicht bei der Abstimmung im Landtag selber auflaufen lassen, sondern einige Stunden vor der Abstimmung ihr Veto kund getan.

Die Schuld aber liegt eindeutig bei der gescheiterten Fraktionsvorsitzenden, die aufgrund ihrer Ungeduld nicht ihr Ziel erreichen konnte. Trotz der innerparteilichen Warnungen und der Umfragewerte in Hessen im vergangenen November, die mit 70 Prozent (Quelle: TAZ) deutlich signalisierten, dass sie ein linkes Regierungsbündnis ablehnten, blieb die Fraktionsvorsitzende auf ihrem Kurs. Sie wollte auf brechen und biegen Ministerpräsidentin werden. Egal ob sie ihr Wahlversprechen bricht und ihre Glaubwürdigkeit dabei verliert. Aber auch die vier Abweichler können sich mitverantwortlich fühlen.

Ypsilantis Absichten waren ja nicht so verkehrt. Nur die Art und Weise wie sie sie erreichen wollte, waren zum Scheitern verurteilt. Die Sozialdemokratin, die von einem anderen Hessen träumte, wollte ein egalitäres Bildungssystem und eine ökologische Energiepolitik. Doch der Wirtschaftsnahe Jürgen Walter, der die SPD gerne zum Juniorpartner der Koch-CDU gemacht hätte, machte der Landesparteivorsitzenden einen Strich durch die Rechnung. Die abtrünnigen Parteigenossen wurden kurze Zeit später aus der Partei ausgeschlossen.

Für Franz Müntefering lag die Verantwortung eindeutig bei den Abgeordneten. Es könne nicht sein, dass “jemand sein Gewissen wenige Stunden vor der Abstimmung entdeckt”, wetterte der Parteivorsitzende damals. Wenigstens haben sich die Abweichler vor der Wahl im Landtag dazu entschieden Ypsilanti ihre Stimme zu verweigern. Hätten sie einfach gegen ihre Landesparteichefin gestimmt, hätte sie ganz schön dumm da gestanden.

Nun haben wir gestern Abend das Ergebnis erfahren. “Hessen will es nicht anders” titelt die taz heute in ihrer Tageszeitung. Und das ist wohl war. Während Roland Koch mit der CDU das Ergebnis der vergangenen Landtagswahl nicht verbessern konnte, konnten die Grünen und vor allem die FDP die Wählerstimmen absahnen, die der SPD verloren gegangen sind. Die SPD verliert etwa 13 Prozent. Die Grünen gewinnen dagegen 6,2 Prozent, die FDP 6,8. Das sind eindeutige Zahlen, die darauf hinweisen, wo die Stimmen der SPD hingegangen sind. Die Linkspartei konnte ihr Ergebnis vom Vorjahr bestätigen und zieht in den Landtag ein. 

Für die CDU ist das durchaus kein gutes Ergebnis und auch kein Grund zum überschwänglichen feiern. Es zeigt im Grunde, dass die Hessen Roland Koch nicht mehr als Ministerpräsidenten haben möchten. Wem sie ihre Stimmen aber geben, hätten sich die Hessen vorher überlegen sollen, wenn man davon ausgeht, dass die Hessische Bevölkerung Koch nicht mehr wolle. Denn mit der FDP haben sie dem potenziellen Koalitionspartner der CDU wichtige Stimmen gegeben. Es war vorhersehbar, dass die FDP auf jeden Fall mit ihrem Wunschpartner koaliert.

Nun haben wir den Salat. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Politik in Hessen weiter entwickelt. Studenten dürfen wieder davon ausgehen, dass die vor kurzem abgeschafften Studiengebühren wieder eingeführt werden. Über das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen wird mit Sicherheit auch noch etliche Male debatiert. Wie es generell mit den Topthemen Bildung, Energie und nun aktuell auch Finanzkrise weiter geht bleibt abzuwarten. Eins sei aber betont. Solange es nicht wieder um angebliche übermäßige Jugendkriminalität ausländischer Mitbürger geht, bleibt alles im grünen Bereich. ;)



Wie digital leben wir

19 01 2009

Wir haben uns im vergangenen Jahr in der Lehrveranstaltung Fotografie mit dem Thema “Digitales Leben in Köln” beschäftigt. Dazu sollten wir eine Fotoserie erstellen, die das digitale Leben in Köln widerspiegelt. Dabei sind schöne Projekte und Bilderserien auf die Beine gestellt worden. Mein Kommilitone Marko Dietrich und ich hatten die Idee in der Verkehrsleitzentrale Fotos von der Verkehrsüberwachung zu machen. Am Anfang wollten wir verschiedene Einrichtungen sprich Überwachungsorgane ablichten. Davon waren die meisten Unternehmen nicht begeistert. Deshalb wurde nichts daraus.

Die Deutsche Bahn zum Beispiel lässt die Öffentlichkeit grundsätzlich nicht in ihre Überwachungsräume. Sie hätten nur eine Ausnahme nach den versuchten Kofferbomben-Attentaten gemacht, und zwar für das Erste Deutsche Fernsehen. Die Kölner Messe erteilte uns ebenfalls eine Absage, genauso wie der Flughafen Köln-Bonn und die Köln-Arena. 

Wir hatten aber noch eine Idee in der Westentasche, und zwar die Ablichtung von Kölnern im Alltag. Diese Bilder sollten dann mittels Tagcloud verschlagwortet werden. Dann hatten wir noch die Möglichkeit über einen Freund von mir, Frank Schardt, der hauptberuflich Event-, Messe- und Produktpräsentation als Roboter oder Dummy macht, eine Fotoserie mit ihm als Roboter zu realisieren. Am Anfang wollten wir ihn durch die Stadt schicken, ihn dabei fotografieren, wie er im Supermarkt an der Kasse bezahlt oder in einen Bus steigt. Und das alles als Roboter verkleidet. 

Schließlich kamen wir zu dem Entschluss, einfach die Ideen zu kombinieren. Also haben wir Frank Schardt einfach zur Verkehrsleitzentrale beordert und dort die Fotos mit ihm als Roboter geschossen. Diese Fotos wurden vor den Überwachungsmonitoren geschossen und danach entsprechend mit Tags versehen. Zum Glück ist die Verkehrsleitzentrale eine öffentliche Einrichtung, wodurch wir als Bürger uneingeschränkte Infos erhalten konnten. Hier auch noch mal ein sehr großen Dank an die Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln, die uns unser Fotoprojekt “We , Robot” ermöglicht hat.

WE , ROBOT

 



Limburg wählt schwarz

18 01 2009

Die Einwohner unserer schönen Domstadt haben dazu beigetragen, dass wir in Hessen weitere fünf Jahre Roland Koch erdulden müssen. Hatten sich doch schon viele Bürger, vor allem Studenten, in den vergangenen zwölf Monaten darüber gefreut, den Studiengebühren einführenden und Migrantenkinder beschimpfenden Ministerpräsidenten endlich los zu sein. Aber nein! Dank Frau Ypsilanti und ihren so tollen Fraktionsmitgliedern bleibt alles beim Alten. Aber das Hessische Volk hat sich heute nun mal so entschieden. 

Die CDU wurde deutlich durch unseren Landkreis bestätigt. Helmut Peuser (CDU) bekam mit 52,12 Prozent sein Direktmandat. Insgesamt bekam die CDU in unserem Landkreis 48,10 Prozent. Die SPD kam auf sage und schreibe schlappe 17,6, die Grünen bekamen 8,5, die Linke 4,3 Prozent und die Liberalen, die großen Gewinner dieser Landtagswahl, erhielten 17,33 Prozent. (Quelle: Spiegel.de)

Die SPD versinkt dabei im Trümmerfeld, das sie selber verursacht hat. Nach dem die SPD auf Bundesebene, während der Abwesenheit von Franz Müntefering, ständig für Negativschlagzeilen gesorgt hatte und innerparteilich zerissen war, hat die Hessen-SPD den Zustand der Partei weiter am Leben gehalten. Nach der Rückkehr von Münte schien sich doch alles zu beruhigen. Dass aber auch nur auf Bundesebene, denn in Hessen gingen die innerparteilichen Querelen erst richtig los.

Das Ergebnis der zwei gescheiterten Machtergreifungen durch die ehemalige Fraktions- und Landesvorsitzende Ypsilanti sind grundlegend Schuld an dem Desaster. Der innerparteilich Wortbruch Ypsilantis ist von fundamentaler Bedeutung. Dafür musste Ypsilanti heute ihre Koffer packen. Kurz nach der ersten Hochrechnung gab sie ihren Rücktritt bekannt.

Großer gewinner dieser Landtagswahl ist die FDP unter der Führung von Jörg-Uwe Hahn. Er hatte sich im vergangen Jahr vehement gegen eine Ampelkoalition gewährt. Das heutige Wahlergebnis bestätigt die Haltung der FDP. Was uns die ganze Geschichte zeigt? Wahlversprechen sollten nicht gebrochen werden. Nun hat die Hessen-SPD die Resonanz des verärgerten Wähler zu spüren bekommen. Wie und warum es dazu gekommen ist, werden wir diese Woche hier auf dem Blog erörtern. 

Die Sieger der Hessischen Landtagswahl. Links Jörg-Uwe Hahn, Fraktionsvorsitzender der Hessen-FDP.Die Sieger der Hessischen Landtagswahl. Links Jörg-Uwe Hahn, Fraktionsvorsitzender der Hessen-FDP. (Foto: DDP)

 



Neue Bilder in der Fotogalerie unseres kleinen Tigers

28 12 2008

Wir haben für Verwandtschaft und Freunde die Fotogalerie unseres kleinen Sohnes Tiago upgedatet. Er ist am 16. Dezember acht Monate alt geworden. Über die Fotogalerie ist die Zeit in Bild nachvollziehbar. Sehr schön zu sehen, was für Entwicklungsschritte das kleine “Monster” macht. Nichts ist mehr vor ihm sicher. Er schnappt sich alles. Jetzt muss permanent ein Auge auf ihn geworfen werden, sonst fällt er noch irgendwo hinunter, stößt sich den Kopf oder schmeißt irgendetwas teures um. Möbel müssen befestigt werden, CDs und Bücher auf die oberen Regalablagen verstaut werden. Wir haben einen sehr aktiven Sprössling und freuen uns sehr über seine Lebensfreude.

Tiago lacht so süß.



Stolz darauf Deutscher zu sein – Bestandsaufnahme eines neuen Nationalgefühls

23 10 2008

Von Luís Palma Matos 

Seit Tagen ist die Euphorie auf den Straßen Deutscher Städte zu spüren. Die Deutsche “Elf” landet einen Sieg nach dem anderen und hat erst den Favoriten Portugal im Viertelfinale geschlagen. Die Straßen versinken in einem Meer von Flaggen und man mag glauben, dass die WM vor zwei Jahren gar kein Ende fand. “Heute ist das Halbfinale gegen die ‘Last-Minute-Türken’”, sagt Thomas, während er sich sein vor zwei Jahren erworbenes Deutschland-Trikot überzieht und seine Flagge in den Deutschen Nationalfarben einpackt. Er möchte sich das Spiel in der Kölner Innenstadt anschauen und hofft noch einen Platz zu ergattern. 

Thomas ist weiß Gott kein typischer Fußballfan, sondern eher ein sporadischer Begeisterter, der nur zu den großen Ereignissen seine Flagge einpackt. “Ab und zu schaue ich noch die Champions-League, weil das meistens packende Spiele sind.” Er macht sich auf den Weg in seine “Stammlocation”, wo er schon die bisherigen Spiele der Deutschen Nationalelf verfolgt hat. Er muss sich beeilen, denn oft sind die guten Plätze schon recht früh besetzt. Auf den Straßen tummeln sich gleichgesinnte mit geschminkten Gesichtern, die ebenfalls auf dem Weg zu ihren Kneipen sind, wo sie mit ihren Freunden und Bekannten das Spiel schauen möchten. Im Falle eines Sieges soll natürlich wieder gefeiert werden, und die Stadt soll in den Farben Schwarz-Rot-Gold versinken. 

Aber ist durch die WM 2006 wirklich ein neues Nationalgefühl in Deutschland entstanden? Oder ist es eine periodische Erscheinung, die sich nun zu den großen Fußballereignissen etabliert und nur zum feiern dient? Bedenkt man, dass die Deutschen ein Volk sind, die seit dem Ende des zweiten Weltkrieges sehr mit ihrer Vergangenheit gehadert haben, sind die Ereignisse während der Weltmeisterschaft regelrecht ein Erleichterung gewesen, im Konflikt mit der eigenen Identität und dem eigenen Zugehörigkeitsgefühl. Dabei können Deutsche durchaus stolz sein auf ihre Herkunft, solange sie sich den großen Denkern verbunden fühlen und sich vom Nationalismus abwenden. 

Viele sprechen momentan von einem neuen Patriotismus oder Nationalgefühl. Laut einer Forsa-Umfrage vom 11. Juni, in der 1003 Deutsche befragt wurden,  finden es 66 Prozent der Befragten gut, dass Deutsche wieder Flagge zeigen. Ist es aber wirklich nur die Vaterlandsliebe, die Fußballbegeisterte auf die Straßen treibt? Natürlich gibt es eine Vielzahl von Deutschen Bürgern, die keinerlei Vorurteile gegenüber andere Nationalitäten hegen und diese auch schätzen. Aber genauso gibt es diejenigen, die über andere Nationen spötteln und sich somit vielleicht unbewusst über ausländische Mitbürger erheben. 

Thomas macht sich nach einem gelungenen Sieg gegen die “Last-Minute-Türken” und einem treibenden Fußmarsch im Fahnenmeer auf den Weg nach hause. In der Straßenbahn bekommt er mit, wie angetrunkene Deutsche Fans türkische Mitbürger angreifen und beschimpfen. Sie stehen an der Tür und diskutieren mit den drei türkischen Mädchen, die etwas eingeschüchtert sind. Ist das der Patriotismus, den wir hierzulande erleben möchten? Thomas ist jedenfalls enttäuscht, solche Landsleute zu haben, die sich chauvinistisch verhalten. Er ärgert sich zugleich, wegen solch einem Schwachsinn wie Nationalstolz nicht heimfahren zu können, weil der Angetrunken im Deutschland-Trikot zwischen Tür und Angel sich nicht zusammenreißen kann. Was ihm ebenfalls auffällt ist, dass nur Ausländer in der Bahn die Deutschen Fans ermahnen und die Situation ins lächerliche ziehen. Eine frustrierende Angelegenheit. 

Dabei sollte jeder begreifen, dass gerade der Fußball ein Kampf der Fans ist. Was in den Ligen Europas zwischen den Fans der Vereine geschieht, passiert im Falle einer WM oder EM auf nationaler Ebene. Also ist es auch nicht verwunderlich, wenn Fans sich gegenseitig anpöbeln oder ein animalisches Verhalten an den Tag legen. Es sollte vorsichtig mit dem gefeierten neuen Patriotismus umgegangen werden, denn “die Zahlen rechtsradikaler Übergriffe sind in den vergangenen zwei Jahren wieder gestiegen”, so Julia Kaffai vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC). Der NDC fährt im Auftrag der DGB-Jugend West in Schulen und betreibt dort Aufklärung, um präventiv auf die Entwicklung junger Menschen einzuwirken. Dabei fällt auf, dass die Einstellung vieler Jugendlicher gegenüber anderen Nationalitäten radikaler geworden sind. Häufig fehlt die Aufklärung im Elternhaus, oder die Meinung wird sogar durch die Eltern forciert. Eine nicht all zu schöne Entwicklung. 

Es ist auf jeden Fall festzustellen, dass eine regelrechte “Eventomanie” seit der WM 2006 ausgebrochen ist, die bis dato anhält, sagt der Psychologe Stephan Grünewald in einem Interview mit Tagesschau.de. Es wird in dem Zusammenhang auch von einem Partyotismus gesprochen. Das fördert zwar das Gemeinschaftsgefühl, aber wohl auch nur für die Zeit einer solchen Veranstaltung. Ist der Event vorbei verfallen die Menschen wieder dem alltäglichen Trott und giften sich zum Beispiel im Straßenverkehr wie gewohnt an. Nichtsdestotrotz ist der Stolz der Deutschen in den vergangenen neun Jahren von 63 auf 70 Prozent gestiegen. Das zeigt eine neue Emanzipation unter jungen Deutschen, die laut dem “Patriotismus-Forscher” Kronenberg in einer “stabilen Demokratie mit ihren Vorzügen und Freiheiten” groß geworden sind und diese “tief verinnerlicht” haben. 

Trotzdem bleibt eine Fußball-Weltmeisterschaft ein Wettkampf der Nationen. Und so werden sich in Zukunft bei solchen Events Fans verschiedener Nationalitäten, wie vor zwei Jahren in der Limburger Innenstadt, gegenüber stehen und sich mit Flaschen, Dosen und sonstigen Utensilien bewerfen. Die Italiener hatten die Deutschen gerade im Halbfinale besiegt und Deutsche aufgebrachte Fans konnten die gewohnte überschwängliche Feierei der Italiener nicht vertragen. Und so wurden Sprüche wie “scheiß Spaghettifresser” oder “scheiß Itaker” laut. So viel zum neuen Deutschen Patriotismus und Nationalgefühl, der dann doch immer mal nationalistische Grundzüge erreicht.



Stille Wasser Video auf Youtube

6 08 2008

Nachtrag:

Die Band Stille Wasser hat ein Video aus dem vergangenen Jahr auf Youtube hochgeladen. In dem Video ist die Band in Eisbärkostümen zu sehen, womit sie auf das Aussterben der bedrohten Tiere aufmerksam machen wollten. Der Gig auf dem 27. Kalkwerk-Festival war genauso erfolgreich wie der Auftritt in diesem Jahr. Das Video, das aus einer Fotomontage besteht, soll hier als Präsentation der Band dienen.

Es war ein geniales Festival. Die Band musste aufgrund dem Ausfall der Band davor eine halbe Stunde früher anfangen, wodurch viele Fans nicht den gesamten Auftritt sehen konnten. Deshalb hier nochmal das Video. Das Festival selber war der Hammer. Sau gutes Wetter und super Essen. Die Band hatte drei Tage enormen Spaß. Schaut euch einfach das Video an. ;)


Stille Wasser auf dem Kalkwerk-Festival 2007.



Deutscher Rap braucht einen Richtungswechsel

3 08 2008

Die Deutsche Rapszene ist zurzeit verrufen und wird von den meisten Deutschen geächtet. Grund dafür ist das fortwährende Gangstergehabe der Szene, das in der Bevölkerung nicht gut ankommt. Wer Rap hört muss sich mittlerweile dafür rechtfertigen und erklären, was er an der Musik gut findet.

Vor allem in Deutschland sind wir weit davon entfernt, mit einer harten Realität auf der Straße konfrontiert zu werden. Diese harte Realität existiert nämlich nicht. Die Gangsterallüren, die wir aus der Amerikanischen Rapszene kennen, werden aus deren Texten übernommen und auf Deutschland übertragen. Das führt dazu, dass Jugendliche in unseren Breitengraden wirklich glauben diesen Lifestyle ausleben zu müssen. Es ist eine Subkultur aus gewaltverherrlichenden Texten entstanden, die junge Menschen mittlerweile in die Tat umsetzen. Bisher hat kein Rapper den Mut gehabt die Szene aufzurütteln und gegen diese negative Manipulation vorzugehen. Bis zum Mai diesen Jahres. Ein junger Rapper aus Braunschweig, F. R., hat die Courage die Wahrheit aufzuzeigen.

“Rap braucht Abi” ist sein neuer Track, womit er verdeutlicht, dass Deutscher Rap doch eher niveaulos und frauenverachtend ist. Solch ein Jargon ist zwar ein Bestandteil jeder Rapszene, jedoch sollte es nicht die Hauptbotschaft einer Musikrichtung sein. In seinem Song beschreibt F. R. das Problem der Szene in Deutschland und kritisiert diese gleichzeitig stilistisch sehr gut. Der Track könnte dazu beitragen, dass geflohene Fans wieder zurückfinden zu guter Rapmucke, wie wir sie von Creutzfeld & Jakob, den Beginnern oder Dynamite Deluxe kannten. Deutschland braucht keine Massivs, Irie Ds oder Bushidos. Meist sind es sowieso inszenierte Szenarien und Hollywoodfilme, denen wirkliche Musikfans wenig glauben schenken. Jugendliche in unserem Land lassen sich trotzdem blenden und versuchen das gerappte nachzuahmen und auszuleben. Das die Jugendgewalt vielerorts zugenommen hat, ist aus den Statistiken zu ersehen.

Bleibt zu hoffen, dass F. R.s Track viele jungen Menschen erreicht und sie gleichermaßen zum nachdenken anregt. Langjährige Rapfans sind nämlich “tired” von dem Bullshit, dessen Mainstream überwiegend aus gewaltverherrlichendem Müll besteht und für jeden mit gesundem Menschenverstand nicht realitätstreu erscheint. Auf Deutschlands Straßen werden keine Menschen täglich niedergeschossen. Genausowenig werden ständig Kioske beraubt. Noch nicht mal in South Central ist es heutzutage noch so. Der Schwarzengemeinde in den USA geht es besser denn je, auch wenn sie heute noch von Diskriminierung betroffen sind. Jedoch hat dort nach den harten Achzigern ein Umdenken stattgefunden und für mehr Ruhe in den betroffenen Gebieten, den sogenannten Gettos, gesorgt.

Das Video zum Track “Rap braucht Abi” von F. R.:



Achte Preisverleihung des Grimme Online Awards

10 07 2008
Logo Grimme Online Award

Eine Website muss viele Anforderungen erfüllen. Sie sollte für den User übersichtlich und einfach zu handhaben sein, gleichzeitig aber auch ausführlich und verständlich informieren. Auch die Anbindung von webspezifischen Angeboten und die Kommunikation mit dem Nutzer stehen im Vordergrund. Dies sind nur wenige von vielen Kriterien, die die Jury des Grimme Online Awards bei der Bewertung und der Preisvergabe für Webauftritte berücksichtigt.

Am 11. Juni 2008 war es wieder soweit. Sieben Websites aus den vier Kategorien “Information”, “Wissen und Bildung”, “Kultur und Unterhaltung” und der neuen Kategorie “Spezial” wurden bei der achten Preisverleihung mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Darunter sind Webangebote wie das Musikportal “Intro.de”, “Störungsmelder” und auch “Hobnox.com” zu finden. Letzteres wurde im Rahmen einer Recherche-Lehrveranstaltung vom zweiten Semester des Studiengangs “Online-Redakteur” zur Nominierung vorgeschlagen.

Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 20. Medienforums in der Kölner Vulkanhalle überreicht. Der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, eröffnete die Preisverleihung mit einer Rede, in der er auf die unterschiedlichen Tendenzen in der momentanen Entwicklungsphase des Internets hinwies. “Sie umfasse ein breites Spektrum der Möglichkeiten”, konstatierte er.

Für hohe “journalistische Qualitätsmaßstäbe” zeichnete die Jury die Seite “Störungsmelder” in der Kategorie “Information” aus. Weiterer Gewinner in dieser Kategorie ist die nachnominierte “WDR-Mediathek”, die “hervorragende Lösungsansätze biete, um den Nutzern mehrere Zugangswege zum Inhalt zu ebnen”.

Durch ein “überzeugendes inhaltliches Konzept“ konnte “Zeitzeugengeschichte.de” den Award in der Kategorie “Wissen und Bildung” gewinnen. Für viele Fragen von Jugendlichen hat die “Kids-hotline” eine Antwort und geht mit den Problemen der Kids streng vertraulich um. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Website, “die Vorteile des Mediums konsequent für eine Flexibilisierung des Beratungsangebots“ nutzt.

In der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” bekam das Musikportal “Intro.de” die Auszeichnung vom Comedian Hennes Bender überreicht. Laut Jury sei es ein Portal, dass u.a. durch sein soziales Netzwerk überzeugt. Der “Literaturport” wurde ebenfalls von der Jury ausgezeichnet. Die Reichweite der Website sei zwar nur auf den Raum Berlin und Brandenburg beschränkt, jedoch hätte das Angebot nach Meinung der Jury “ein kleines, aber solides Inforamtionsangebot mit hohem Service-Wert”.

Die Gewinner Hobnox.com (von li. Andreas Jacobi, Alexander Gorny und Yousef Hammoudah) mit Sascha Lobo. Foto: Luís Palma Matos

Das von den Online-Redakteuren gelobte Web-TV-Angebot “Hobnox.com” konnte in der neuen Kategorie “Spezial” den Award abräumen, der von Sascha Lobo, Preisträger des Grimme Online Award 2006, überreicht wurde. Die Stärke der Website seien die Inhalte, “die eine erfreuliche Nischenfunktion offerieren und dem Nutzer direkt Werkzeuge zum Mitmachen zur Verfügung stellen”. Die Jury spricht von Unterhaltung und Information auf hohem Niveau. Alexander Gorny, Yousef Hammoudah und Andreas Jacobi von Hobnox bedankten sich im Gespräch für den Vorschlag zur einer Nominierung bei den “Online-Redakteuren”. “Wir freuen uns total und sind zugleich überrascht über die frühe Auszeichnung”. Sie seien in der Betaphase und hätten nicht mit dem Grimme Online Award gerechnet. Den Publikumspreis überreicht der Schauspieler Matthias Koeberlin. Dafür hatten User aus den 19 nominierten Websites gevotet und er ging an die Website von “Sandra Schadek”. Sandra Schadek widmet sich dort der tödlich verlaufende Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) – aus der Sicht einer Betroffenen.



Interaktionsgestaltung im Web 2.0: Mehr als Interface-Design

10 07 2008

Logo des MedienforumsDie einfache Bedienung einer Website im neuen Internet ist die Kernbedingung jeder Internetpräsenz, die sich den Stempel Web 2.0 aufdrückt. Viele User vermuten, dass ein schickes Design ausreichend ist. Wichtiger ist jedoch die Usability im Zusammenspiel mit dem Interface-Design, genauso wie die Technik die hinter dem Web 2.0 steckt. Doch was ist nun das Web 2.0? Robert Basic, von “Basic Thinking”, hat mit seinen Gästen versucht etwas Licht ins Dunkele zu bringen.

Im Mittelpunkt stand die einfachen Bedienung der Benutzeroberfläche, dem Interface. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung einer Web 2.0-Website, sondern auch die Web-Technik. Das Web 2.0 überschreitet die Grenzen des bisherigen Webs. Es verbindet Dienste, Nutzer können selber ohne großen Aufwand publizieren und Plattformen integrieren desktopähnliche Anwendungen.

Viel Neues konnten die Besucher bei der Diskussionsrunde nicht erfahren, die durch Robert Basic von “Basic Thinking” geführt wurde. Über das Diskutierte wird seit einigen Jahren auch in den Medien und unter Fachleuten gestritten. Volker Binder von der Deutschen Telekom stellte das neue Webkonzept des Konzerns vor und zeigte den Besuchern bei seiner Präsentation, was das Unternehmen aus dem “Massenmarkt” unter der Gestaltung einer Web 2.0-fähigen Website versteht. Dabei stand die Kombination der bisher nebeneinander existierenden Produkte, die nun zu einem Gesamtprodukt zusammenwachsen, im Mittelpunkt. Schwerpunkt der Interaktionsgestaltung sei die Vereinfachung und Integration von funktionalen Modulen wie zum Beispiel Mash-ups und deren Vernetzung untereinander. So kann ein User beispielsweise einfach Fotos aus dem Mediencenter seines Telekom-Accounts per Drag’n’Drop in ein mit Flickr geöffnetes Browserfenster ziehen. Das entspricht dem Verhalten einer Desktop-Anwendung.

Die Experten waren sich dabei einig, dass eine Website aus dem Web 2.0 einfach zu bedienen sein sollte, so dass der Nutzer intuitiv und mit einem guten “Klickflow” schnell und einfach zu einem gewünschten Ergebnis kommt. Ein aufwändiges und ausgefallenes Design sei schön und gut, so Hansjörg Zimmermann, Professor an der Macromedia Fachhochschule für Medien in München und Geschäftsführer der “Argonauten”, aber wenn der User bei der Navigation oder Nutzung Schwierigkeiten hätte, dann führe es zu nichts. Die Oberfläche solle “sinnlich” sein und der Nutzer solle erst gar nicht nachdenken müssen, wie er von A nach B kommt. Trotzdem solle das Interface gut aussehen und funktional sein. Für Robert Basic sei die neue Schnittstelle von Microsoft, “Surface”, eine wirkliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Für Klemens Dreesbach von Microsoft Deutschland bedeuten die Applikationen des Web 2.0 einen Mehrwert für den User: “Power to the people” sei die Devise. Jeder könne nun einfach über Blogtools seinen eigenen Content generieren. Das wäre zwar auch zu Zeiten des Web 1.0 gegangen, jedoch sei es damals für die meisten User mit wenig Know-How nicht einfach möglich gewesen. Nun seien aber die technischen Barrieren gebrochen worden.

Im Großen und Ganzen hat der Besucher dieses Panels nicht viel Neues erfahren können. Die Experten konnten selber nicht viel zu dem Thema sagen, weil Robert Basic das Publikum etwas übermäßig einbezogen hat, in dem er viel zu oft zwischen den Sitzreihen herum gelaufen ist und die Audience nach ihrer Meinung gefragt hat. Am Ende lobte er überschwänglich und unverhältnismäßig lange die Plattform “Twitter” als Musterbeispiel für eine Web 2.0-Anwendung. Nichtsdestotrotz wird es in Zukunft noch viele Diskussionen über Web 2.0 geben, weil die Techniken, die dahinter stecken, schon lange vor der neuen Bezeichnung existiert haben. Insofern kann von einer anderen Wahrnehmung des Webs gesprochen werden, das heutzutage wesentlich dynamischer und funktionaler ist.



Endlich – das Kalkwerk lädt zum Festival ein

4 06 2008

Es ist wieder mal soweit. Das Kalkwerk öffnet vom sechsten bis achten Juni zum 28. Mal seine Pforten für ein weiteres, aufregendes Festival. Das Programm ist wie jedes Jahr vielseitig und interessant. Es gibt, wie die vergangenen drei Jahre, eine Ausstellung in der Kunsthalle. Dort wird auch von der “No Dancers Company” mehrmals eine kleine Performance dargeboten. Das Varieté Freitagabend begeistert bereits jetzt schon auf dem Papier. Samstag und Sonntag spielen wie gewohnt die Kalkwerk-Bands und jeweils ein Topact. Für Kinderprogramm und reichlich Nahrungsmittel ist auch gesorgt. Neu und seit langem nicht mehr geschehen, findet der Abschluss des Festivals Sonntagabend mit einem Kalkwerk-Urgestein statt, der Band “Paris”. Darüber hinaus hat unser erster Vorsitzender, Klaus Schäfer, Sonntags um Mitternacht Geburtstag.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Die Stände stehen, die Aufbauten für die PA ebenfalls. Seit einigen Wochen kursieren die Programmhefte. Die Kunsthalle ist eingerichtet und auch in der Dorle-Schäfer-Halle werden die letzten Feinheiten erledigt. Die Besucher erwartet wieder ein aufregendes Festival, das am Freitag mit einem buntgemischten Varieté beginnt. Um 20 Uhr gehts los und wird von Sammy Tavalis, neben seiner eigenen Soloshow am Abend, moderiert. Diesmal beehrt auch ein ganz besonderer Gast den Varietéabend. Guillaume le Grand, der Begründer des Kalkwerk-Varietés, der sich selbst als “student of life” bezeichnet, ist seit 1975 Berufszauberer. Für den komödiantischen Part ist der Comedy Act “Herr Niels” zuständig, der an zufallenden Türen und zerrissenen Sakkos die Tücken des Objekts beweist. Für den nötigen Anteil an Comedy Akrobatik sorgen Jasper Herrmann und Thorsten Bohle als “Duo Unwucht”. Sie zeigen eine ungewöhnlich Partnerakrobatik-Darbietung auf technisch hohem Niveau, die zugleich urkomisch ist. “Der Thochsten”, ein tapsiger Kerl in blauer Latzhose, mit Wollmütze im Eierwärmer-Design, einem riesigen Schaffell um die Schultern und einer betörenden Fistelstimme bittet dann noch um milde Gaben, bevor er auf seinem Ölfass absolut verblüffende Kunststücke zeigt. Zum Abschluss gibt es Musik von der Cover-Band “Rock!t” aus dem Kalkwerk.

Am Samstag startet das Kalkwerk-Programm wie gewohnt um 13 Uhr mit den “Kalkwerk-Bands”. Als erstes spielt “Driven”, eine Hardrock-Band. Weiter gehts um zwei mit der Band “Autodidakt”, die ihre Spielzeit bei einem vom Kalkwerk organisierten vorangegangenen Bandcontest gewinnen konnten. Sie spielen “Melodic Punk-Rock”. Um 15 Uhr folgt dann “Virtous Dreams” mit experimentellem Rock. Danach gibts ein Trio, das auf 60′s Garage gebürstet ist. “The Beat Loosers” spielen eine halbe Stunde, bevor “Voodookong” um 16.30 Uhr, ebenfalls mit “Garage”, übernimmt. Daraufhin wird es etwas härter mit Trash- und Deathmetal von “Bloodspot”. Um 18 Uhr spielen dann “Ring of Fire”, die für 19 Uhr vorgesehen waren. Die Band spielt jedoch am gleichen Abend noch auf einer anderen Veranstaltung und hat von daher die Zeit mit dem “Stille Wasser Soundsystem” getauscht, die nun um sieben Uhr spielen. “Bughole” sorgt dann um 20 Uhr für groovenden Trashmetal, gefolgt von “Boiler” mit kultigem Rockstil. Um 22.30 Uhr ist es dann soweit mit dem Topact. Schottlands “Ska Band Nummer Eins”, “The Amphetameanies”, sorgen für tanzbare 80er “2-Tone-Musik” und verbinden diese mit dem unverwechselbaren Charakter der aktuellen Schottischen Indie Szene.

Am Sonntag folgt ebenfalls ein super Programm, das um 13 Uhr mit Post-Hardcore von “As Mentioned Below” beginnt. Um 14 Uhr geht es weiter mit Psychedelic, Funk und Jam von “Art is Cream”. Um 15 Uhr rockt die Trashmetal-Band “Publex”. Danach, um vier, spielen “Boom Boom Bang Gang” Blues, Funk und Soul. Kalkwerks zur Zeit bekannteste Band “Bubonix” spielen um 17 Uhr ihr neues Album, womit sie momentan auf Tour sind. Um 18 Uhr Hip-Hop von “Tempel”. Darauf haben “Irgendwie Anders” mit zynischem Deutschrock um 19 Uhr anschluss. “Dana.Plan” spielen um 20 Uhr. Highlight des Abends ist das “Antwerp Gipsy-Ska Orkestra”, die um 21.30 Uhr mit purer, rauer Energie authentische Roma-Gipsy-Melodien mit extrem tanzbaren Ska-Grooves verbinden und darbieten. Abschluss findet der musikalische Abend ab 23 Uhr mit der kultigen Kalkwerk-Band “Paris”, die mittlerweile ein “Kalkwerk-Fossil” ist.

Darüber hinaus kann während der Festivaltage die Ausstellung “Kalkwerker auf Reisen” besucht werden, in der Bilder von Urlaubsreisen von Kalkwerkern zu sehen sind. Wohlgemerkt handelt es sich hierbei aber nicht um gewöhnliche Urlaubsbilder, sondern um Bilder aus den äußersten Ecken unseres Planeten. Bilder die eher an Trekking-Urlaub erinnern oder an Abenteuergeschichten wie “Indiana Jones”. Die Tanzschule aus dem Kalkwerk, “No Dancers Company”, zeigt ebenfalls am Samstag und Sonntag jeweils um 14, 16 und 18 Uhr eine zwanzigminütige Aufführung zu verschiedenen aktuellen Pressetexten. Dies auch in der Ausstellungshalle. Für die Kleinen unter den Besuchern gibt es Samstag um 16 Uhr “Die Schatzkiste”. “Käpt’n Flintbackes” Piratenschiff ist in Not und wird von den gefährlichsten Piraten auf hoher See gejagt. Ein spannendes Piratenabenteuer für jung und alt. Sonntag um 16 Uhr ist dann “Der Drachenvulkan”, ein magisches Mitmachtheater mit Zaubersprüchen, wilden Rhythmen, zarten Gefühlen, einem neuen Drachenlied und einem Drachenbaby, das seine Mutter sucht, für die ganze Familie da.

Auf dem Gelände lassen sich noch viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib finden. Zum Beispiel eine Hüpfburg, Spiel und Bastelstände, ein Schminkstand und Michas Phantasiothek, in der seine beliebten Spieleerfindungen zu sehen sind. Unser zweiter Vorsitzender, Michi Schmitt, zeigt jeweils am Samstag und am Sonntag ab 17 Uhr das Siebdruck-Verfahren, indem er T-Shirts für die Besucher druckt. Wie dem Programm zu entnehmen ist, wurde dieses Jahr besonders auf die Kalkwerk-Bands rücksicht genommen, die mehr Zeit als sonst im Programm einnehmen. Sonntagnacht, zum Ende des Festivals, gibt es noch etwas ganz besonderes zu feiern. Unser erster Vorsitzender Klaus Schäfer wird um Punkt zwölf 70 Jahre alt. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, um Mitternacht mit allen Kalkwerkern die Ballons steigen zu lassen und mit unserem Vereinsvorstand auf den Geburtstag anszustoßen.