Stille Wasser Bandprojekt - Angriff auf “3 Tage Tape”?

9 07 2009

Es ist immer wieder amüsant mitzubekommen, was in meiner schönen Heimatstadt Limburg so vom Stapel gelassen wird. Sind nicht gerade erst die Tage der üblen Nachreden langsam verblasst, stehen wir wieder im Focus von Ahnungen, Vermutungen und Spekulationen. Man könnte meinen, wir wären Pokerspieler auf dem großen Parkett der Finanzwelt. Vor allem die bösen Spieler am Tisch.

Heißt es doch seit Neustem, dass unser Plan eine Liveband auf die Beine zu stellen ein Angriff auf das Bandprojekt “3 Tage Tape” sei. Als mir dies zu Ohren gekommen ist, konnte ich lediglich schmunzeln und habe wieder aufs Neue bestätigt bekommen, wie langeweilig unsere kleine mickrige Kleinstadt sein muss, dass Menschen solchen Nonsens in Umlauf bringen. Habt ihr nichts besseres zu tun? Also um die Sache mal klar zu stellen. Die Idee, dass Stille Wasser mit Liveband auf die Bühne möchten, existiert seit etwa eineinhalb Jahre. Damals wurden übrigens auch “Art is Cream” gefragt, ob da Interesse besteht. Die Idee einer New-Metal-Band ist nach wie vor aktuell.

Es scheint so, dass uns nachgesagt werde, wir wären unglaublich sauer auf die erfolgreiche Kombo aus unserer Umgebung. Nun um ehrlich zu sein besteht unsererseits weder Neid noch irgendein Konkurrenzverhalten. Es ist schön für “3 Tage Tape”, dass sie bei “Emergenza” so weit gekommen sind. Es ist eher schockierend, dass man - obwohl man gar nicht in Limburg ist und sich auch überhaupt gar NICHT mit dem Thema beschäftigt - dauernd Gesprächsthema ist. Wie Samy es zu sagen pflegt: “Ihr Leute redet nur Scheiß und dreht euch im Kreis”. Die Aussage ist hier in diesem Zusammenhang sehr zutreffend.

Es gab für uns einen schweren Bruch mit unserem DJ, der wegen “3 Tage Tape” bei uns aufgehört hatte. Davon waren wir natürlich nicht begeistert. Es war aber seine Entscheidung, die wir ihm auch offen gelassen haben. Das Thema ist vom Tisch. Um so verwunderlicher ist es, dass es in dem Zusammenhang immer neue Gerüchte gibt. Wo die herkommen mögen, interessiert uns recht wenig. Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit und nicht auf die Taten anderer. Wir haben keinerlei Probleme mit anderen Bands. Wir haben auch keine Lust auf irgendwelche Kleinkriege.

Was mit der Band “Fortune Cookies” passiert ist, ist eine interne Sache, die noch nicht mal die meisten von Stille Wasser etwas angeht. Die beteiligten haben kommuniziert und der Sachverhalt geht auch nur die beteiligten Personen etwas an. Spekulationen darüber, wer im Hintergrund dies oder das tut, sind überflüssig. Wir als Band behandeln das sensible Thema sachlich und reden keinem rein oder versuchen irgend jemanden etwas schlechtes nachzusagen. Das ist nicht unsere Art und auf das Niveau möchten wir uns jetzt und in Zukunft auch nicht begeben. Das wird ja bereits von mir Unbekannten übernommen. Also nur zu und viel Spaß beim erdenken und erfinden von Limburger Kleinstadt Geschichten. :)



Solidarity – wer, wenn nicht wir?

20 02 2009

Logo der DGB-Jugend WestEs ist wieder soweit. Die Gewerkschaftsjugend des DGB-West gibt allen Interessierten die Möglichkeit, Gewerkschaften und ihre Themen kennen zu lernen. Beim Seminar “Solidarity - wer, wenn nicht wir?”, vom dritten bis zum fünften April, können die Teilnehmer einen Einblick in die Gewerkschaftsarbeit gewinnen.

Dabei werden Themen besprochen wie beispielsweise was Gewerkschaften sind, was sie machen sowie wirtschaftliche Grundlagen. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeitsbeziehung zwischen Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen, Interessendurchsetzung durch Solidarität der Beschäftigung, Rechte von Azubis, Studierenden und Beschäftigten und Mitbestimmung der Auszubildendenvertretung. Vermittelt wird vor allem wie jeder aktiv werden kann und sich solidarisch engagieren kann.

Jeder kann sich bis zum 19. März bei der DGB-Jugend West anmelden. Für Gewerkschaftsmitglieder ist das Seminar kostenfrei, für Nichtgewerkschafter wird ein Teilnahmebetrag von 25 Euro fällig. In dem Preis sind Verpflegung und Unterkunft mit inbegriffen. Das Seminar findet im Jugendgästehaus der Stadt Bad Kreuznach statt. Weitere Informationen sind auf der Website der DGB-Jugend West zu finden.



Neue Bilder in der Fotogalerie unseres kleinen Tigers

28 12 2008

Wir haben für Verwandtschaft und Freunde die Fotogalerie unseres kleinen Sohnes Tiago upgedatet. Er ist am 16. Dezember acht Monate alt geworden. Über die Fotogalerie ist die Zeit in Bild nachvollziehbar. Sehr schön zu sehen, was für Entwicklungsschritte das kleine “Monster” macht. Nichts ist mehr vor ihm sicher. Er schnappt sich alles. Jetzt muss permanent ein Auge auf ihn geworfen werden, sonst fällt er noch irgendwo hinunter, stößt sich den Kopf oder schmeißt irgendetwas teures um. Möbel müssen befestigt werden, CDs und Bücher auf die oberen Regalablagen verstaut werden. Wir haben einen sehr aktiven Sprössling und freuen uns sehr über seine Lebensfreude.

Tiago lacht so süß.



Achte Preisverleihung des Grimme Online Awards

10 07 2008
Logo Grimme Online Award

Eine Website muss viele Anforderungen erfüllen. Sie sollte für den User übersichtlich und einfach zu handhaben sein, gleichzeitig aber auch ausführlich und verständlich informieren. Auch die Anbindung von webspezifischen Angeboten und die Kommunikation mit dem Nutzer stehen im Vordergrund. Dies sind nur wenige von vielen Kriterien, die die Jury des Grimme Online Awards bei der Bewertung und der Preisvergabe für Webauftritte berücksichtigt.

Am 11. Juni 2008 war es wieder soweit. Sieben Websites aus den vier Kategorien “Information”, “Wissen und Bildung”, “Kultur und Unterhaltung” und der neuen Kategorie “Spezial” wurden bei der achten Preisverleihung mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Darunter sind Webangebote wie das Musikportal “Intro.de”, “Störungsmelder” und auch “Hobnox.com” zu finden. Letzteres wurde im Rahmen einer Recherche-Lehrveranstaltung vom zweiten Semester des Studiengangs “Online-Redakteur” zur Nominierung vorgeschlagen.

Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 20. Medienforums in der Kölner Vulkanhalle überreicht. Der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, eröffnete die Preisverleihung mit einer Rede, in der er auf die unterschiedlichen Tendenzen in der momentanen Entwicklungsphase des Internets hinwies. “Sie umfasse ein breites Spektrum der Möglichkeiten”, konstatierte er.

Für hohe “journalistische Qualitätsmaßstäbe” zeichnete die Jury die Seite “Störungsmelder” in der Kategorie “Information” aus. Weiterer Gewinner in dieser Kategorie ist die nachnominierte “WDR-Mediathek”, die “hervorragende Lösungsansätze biete, um den Nutzern mehrere Zugangswege zum Inhalt zu ebnen”.

Durch ein “überzeugendes inhaltliches Konzept“ konnte “Zeitzeugengeschichte.de” den Award in der Kategorie “Wissen und Bildung” gewinnen. Für viele Fragen von Jugendlichen hat die “Kids-hotline” eine Antwort und geht mit den Problemen der Kids streng vertraulich um. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Website, “die Vorteile des Mediums konsequent für eine Flexibilisierung des Beratungsangebots“ nutzt.

In der Kategorie “Kultur und Unterhaltung” bekam das Musikportal “Intro.de” die Auszeichnung vom Comedian Hennes Bender überreicht. Laut Jury sei es ein Portal, dass u.a. durch sein soziales Netzwerk überzeugt. Der “Literaturport” wurde ebenfalls von der Jury ausgezeichnet. Die Reichweite der Website sei zwar nur auf den Raum Berlin und Brandenburg beschränkt, jedoch hätte das Angebot nach Meinung der Jury “ein kleines, aber solides Inforamtionsangebot mit hohem Service-Wert”.

Die Gewinner Hobnox.com (von li. Andreas Jacobi, Alexander Gorny und Yousef Hammoudah) mit Sascha Lobo. Foto: Luís Palma Matos

Das von den Online-Redakteuren gelobte Web-TV-Angebot “Hobnox.com” konnte in der neuen Kategorie “Spezial” den Award abräumen, der von Sascha Lobo, Preisträger des Grimme Online Award 2006, überreicht wurde. Die Stärke der Website seien die Inhalte, “die eine erfreuliche Nischenfunktion offerieren und dem Nutzer direkt Werkzeuge zum Mitmachen zur Verfügung stellen”. Die Jury spricht von Unterhaltung und Information auf hohem Niveau. Alexander Gorny, Yousef Hammoudah und Andreas Jacobi von Hobnox bedankten sich im Gespräch für den Vorschlag zur einer Nominierung bei den “Online-Redakteuren”. “Wir freuen uns total und sind zugleich überrascht über die frühe Auszeichnung”. Sie seien in der Betaphase und hätten nicht mit dem Grimme Online Award gerechnet. Den Publikumspreis überreicht der Schauspieler Matthias Koeberlin. Dafür hatten User aus den 19 nominierten Websites gevotet und er ging an die Website von “Sandra Schadek”. Sandra Schadek widmet sich dort der tödlich verlaufende Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) – aus der Sicht einer Betroffenen.



Interaktionsgestaltung im Web 2.0: Mehr als Interface-Design

10 07 2008

Logo des MedienforumsDie einfache Bedienung einer Website im neuen Internet ist die Kernbedingung jeder Internetpräsenz, die sich den Stempel Web 2.0 aufdrückt. Viele User vermuten, dass ein schickes Design ausreichend ist. Wichtiger ist jedoch die Usability im Zusammenspiel mit dem Interface-Design, genauso wie die Technik die hinter dem Web 2.0 steckt. Doch was ist nun das Web 2.0? Robert Basic, von “Basic Thinking”, hat mit seinen Gästen versucht etwas Licht ins Dunkele zu bringen.

Im Mittelpunkt stand die einfachen Bedienung der Benutzeroberfläche, dem Interface. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung einer Web 2.0-Website, sondern auch die Web-Technik. Das Web 2.0 überschreitet die Grenzen des bisherigen Webs. Es verbindet Dienste, Nutzer können selber ohne großen Aufwand publizieren und Plattformen integrieren desktopähnliche Anwendungen.

Viel Neues konnten die Besucher bei der Diskussionsrunde nicht erfahren, die durch Robert Basic von “Basic Thinking” geführt wurde. Über das Diskutierte wird seit einigen Jahren auch in den Medien und unter Fachleuten gestritten. Volker Binder von der Deutschen Telekom stellte das neue Webkonzept des Konzerns vor und zeigte den Besuchern bei seiner Präsentation, was das Unternehmen aus dem “Massenmarkt” unter der Gestaltung einer Web 2.0-fähigen Website versteht. Dabei stand die Kombination der bisher nebeneinander existierenden Produkte, die nun zu einem Gesamtprodukt zusammenwachsen, im Mittelpunkt. Schwerpunkt der Interaktionsgestaltung sei die Vereinfachung und Integration von funktionalen Modulen wie zum Beispiel Mash-ups und deren Vernetzung untereinander. So kann ein User beispielsweise einfach Fotos aus dem Mediencenter seines Telekom-Accounts per Drag’n’Drop in ein mit Flickr geöffnetes Browserfenster ziehen. Das entspricht dem Verhalten einer Desktop-Anwendung.

Die Experten waren sich dabei einig, dass eine Website aus dem Web 2.0 einfach zu bedienen sein sollte, so dass der Nutzer intuitiv und mit einem guten “Klickflow” schnell und einfach zu einem gewünschten Ergebnis kommt. Ein aufwändiges und ausgefallenes Design sei schön und gut, so Hansjörg Zimmermann, Professor an der Macromedia Fachhochschule für Medien in München und Geschäftsführer der “Argonauten”, aber wenn der User bei der Navigation oder Nutzung Schwierigkeiten hätte, dann führe es zu nichts. Die Oberfläche solle “sinnlich” sein und der Nutzer solle erst gar nicht nachdenken müssen, wie er von A nach B kommt. Trotzdem solle das Interface gut aussehen und funktional sein. Für Robert Basic sei die neue Schnittstelle von Microsoft, “Surface”, eine wirkliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Für Klemens Dreesbach von Microsoft Deutschland bedeuten die Applikationen des Web 2.0 einen Mehrwert für den User: “Power to the people” sei die Devise. Jeder könne nun einfach über Blogtools seinen eigenen Content generieren. Das wäre zwar auch zu Zeiten des Web 1.0 gegangen, jedoch sei es damals für die meisten User mit wenig Know-How nicht einfach möglich gewesen. Nun seien aber die technischen Barrieren gebrochen worden.

Im Großen und Ganzen hat der Besucher dieses Panels nicht viel Neues erfahren können. Die Experten konnten selber nicht viel zu dem Thema sagen, weil Robert Basic das Publikum etwas übermäßig einbezogen hat, in dem er viel zu oft zwischen den Sitzreihen herum gelaufen ist und die Audience nach ihrer Meinung gefragt hat. Am Ende lobte er überschwänglich und unverhältnismäßig lange die Plattform “Twitter” als Musterbeispiel für eine Web 2.0-Anwendung. Nichtsdestotrotz wird es in Zukunft noch viele Diskussionen über Web 2.0 geben, weil die Techniken, die dahinter stecken, schon lange vor der neuen Bezeichnung existiert haben. Insofern kann von einer anderen Wahrnehmung des Webs gesprochen werden, das heutzutage wesentlich dynamischer und funktionaler ist.



Das Böse lernt sich leicht, das Gute schwer.

30 05 2008

Wie nach einem Glockenschlag, gleich nach den beinahe abgeschlossenen Olympiavorbereitungen in China, haben die Proteste in Tibet begonnen. Man mag meinen, dass sich die Tibeter das Großereignis zur Aufmerksammachung der Chinesischen Besetzung zu Nutze machen. Dabei ist die Volksrepublik jenseits von Gut und Böse und hat in ihrer Geschichte bisher immer sehr wenig für Menschenrechte übrig gehabt. Nach den Protesten in Lhasa haben sich Demonstrationen wie ein Lauffeuer weltweit verbreitet. Der Olympische Fackellauf wurde an vielen Stationen von Demonstranten gestört und die jeweiligen Staatsgewalten mussten häufig gewaltsam eingreifen. Das die Proteste im Grunde sehr wenig bringen, sollte den aufgebrachten Demonstranten klar sein. China war seit der Machtergreifung der Maoisten nicht unbedingt ein Land, das die Belange der Menschen respektiert noch unterstützt hat.

Die fortwährenden Diskussionen über das besetzte Tibet erscheinen sinnlos. Die Weltbevölkerung müsste wissen, dass es die Chinesische Staatsführung recht herzlich wenig interessiert, was Bürger XY in Paris über deren Politik denkt. Die Demonstrationen erscheinen eher als Trostpflaster für die vergessenen Tibeter. Deren Land ist bereits seit 1958 von China besetzt. Es ist natürlich erfreulich, dass sich die Weltöffentlichkeit offensichtlich sehr für das Leid des Mönchsstaats interessiert. Genauso ist es positiv zu bewerten, dass auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht wird. Aber im Falle von China ist Hopfen und Malz verloren, solange auch Global-Player wie Google sich den menschenrechtsverletzenden Vorschriften der Volksrepublik beugen. “Das Reich der Mitte” ist zu einer eigenständigen Lobby des Westens geworden. Mittlerweile hat sie sehr großen Einfluss auf die Entscheidungen westlicher Unternehmen sowie deren Staatsführer. Da braucht die Volksrepublik nur mal kurz mit der Kappung der Geschäftsbeziehungen zu drohen, und schon kuschen unsere Staatsoberhäupter. Die globale Welt ist abhängig geworden von dem Großimporteur und wichtigen Wirtschaftspartner aus dem fernen Osten.

Die Olympischen-Spiele sollten als Chance gesehen werden für den Einzug westlicher Werte im Kommunistischen Staat. Nicht das es zwanghaft so sein sollte, aber vielleicht ist das ein weiterer Schritt Chinas in Richtung Humanität. Es ist eine klare Sache, dass China ein Land ist, dass sich nur langsam öffnen und ändern kann. Das zeigt auch die Bekanntmachung von Amnesty International, die in Bezug auf die Menschenrechte über eine Verschlechterung der Lage spricht. Solch ein eingefahrenes und marodes System kann nicht von einem Tag auf den anderen neu konstituiert werden. Die Aufstände in Lhasa dürfen natürlich nicht einfach übersehen werden. Es ist das gute Recht der Menschen dort genau jetzt zu demonstrieren, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Aber wahrscheinlich hätten sie das Ohr der Welt auch zu jedem anderen Zeitpunkt gehabt. Trotzdem handelt es sich hier um den Aufschrei eines vergessenen Landes. Eines Landes, das sich 1950 zum Teil durch Eigenverschulden in diese Lage gebracht hat. Ein Land im unzugänglichen Himalaja, von dem bereits Roosevelt sagte, es sei nicht zu verteidigen. Ein Land, welches für Mao immer eine noch zu befreiende Provinz war.

Es war ein ungleicher Kampf. Während die 80.000-Mann starken Chinesischen Truppen 1950 unter der Führung des einäugigen Generals Lin Po-tscheng ihre Zelte auf Tibetischem Boden aufschlugen, hatten die Tibeter gerade einmal 50.000 sehr schlecht bewaffnete Männer. Darüber hinaus schlossen sich 20.000 Tibeter den Chinesischen Truppen an, um gegen die Indien zugetanen Landsleute zu kämpfen. Hintergrund für die Parteiergreifung der Tibeter waren zwei vorangegangene Orakel, die den Mönchen großes Unheil voraussagten. Darauf hin wurde eine Gruppe von Sondergesandten in den Westen geschickt, um Unterstützung zu erbitten. Die westlichen Großmächte verweigerten ihre Hilfe, weil das Land im Himalaja unzugänglich und fast völlig von der Außenwelt abgeschottet ist. Daraufhin ersuchten die Abgesandten Hilfe in Indien. Eine andere Gruppe hatte das Interesse, Gespräche mit der neuen Führung in China aufzunehmen. Und so war die Besetzung durch China nach der kurzen 37-jährigen Unabhängigkeit Tibets nicht mehr aufzuhalten. Inder, Briten (die Anfang des zwanzigen Jahrhunderts in Tibet interveniert hatten) und die restliche Welt schauten zu. Für Indien und China war Tibet sowieso nur ein Puffer in ihren Handelsbeziehungen.

Dem Verlauf der Geschichte ist zu entnehmen, dass Tibet schon selbst einen Teil der Verantwortung für die Besetzung übernehmen muss. Schade jedoch, dass sie zu jener Zeit keine Hilfe von den Großmächten erwarten konnten. Das hätte aber damals zu einem weiteren fundamentalen Krieg führen können und alle Armeen der Welt waren geschwächt. Die Welt war erschöpft vom Krieg, auch wenn die Siegermächte des zweiten Weltkriegs durchaus zu einer Intervention fähig gewesen wären. Jedoch leben wir nun in einer anderen Zeit. In einer Zeit der Globalisierung. In einer Zeit, in der Wirtschaftsbeziehungen wichtiger sind als Menschenrechte.

In der Tat ist es unsinnig über Olympiaboykott zu sprechen, weil uns die Geschichte zeigt, dass dies niemandem hilft. Der Kalte Krieg wurde nach den Boykotten 1980 durch den Westen, nach dem Einmarsch von Sowjetischen Truppen in Afghanistan, und 1984 durch den Osten nicht beendet. Damit wurden nur die Sportler beschnitten, die äußerst unglücklich waren über den Umstand, an den doch so bedeutenden Spielen nicht teilnehmen zu können. Natürlich ist es offensichtlich, dass sich die Chinesen den olympischen Gedanken zu Nutze machen. Aber der wurde auch 1936 in Berlin nationalsozialistisch instrumentalisiert.

Jede Regierung würde versuchen, aus dem Großereignis Kapital zu schlagen. Tibet hätte wesentlich früher und dauerhaft für eine Befreiung einstehen sollen, damit der Sachverhalt bei der Weltöffentlichkeit nicht in Vergessenheit gerät. Die plötzlichen Aufstände weltweit helfen für den Moment recht wenig, nachdem die “halbe Welt” in die monströse Veranstaltung investiert hat. Vor allem handelt es sich um Sport, der nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden sollte. Vor allem sollte sich der Westen, von dem Asiatische Völker sowieso ein recht schlechtes Bild haben, aus der Angelegenheit raushalten.

Wie auch Altkanzler Helmut Schmidt (89) auf die Frage von Sandra Maischberger zu “humanitären Intervention” des Westen richtig entgegnete: ”Man solle sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen!”. Er hätte weder den Dalai Lama, noch, wie Angela Merkel in China, Menschenrechte angesprochen. Europa hätte seinerzeit ebenfalls Gräueltaten begangen. Eine Einmischung seitens westlicher Staaten erscheint oft als Anmaßung, “als ob wir alles besser wüssten”. In Zeiten, in denen auch Länder wie die Vereinigten Staaten mit Berufung auf die “Terroristische Gefahr” Menschenrechte verletzen, wird deutlich, dass die UN-Menschenrechtsdeklaration lediglich eine Absichtserklärung ist und für kein Land der Welt bindend. Des weiteren ist es eindeutig, dass die Demokratie aus kulturellen Gründen wohl nicht die richtige Regierungsform ist für asiatische Länder.

In Bezug auf das Begehren vieler Demonstranten, die Olympischen Spiele in China zu boykottieren, kann nur darauf verwiesen werden, dass das jeder Sportler für sich selbst entscheiden muss. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass ein Olympiaboykott auf Staatsebene zu nichts führt. Natürlich haben Sportler auch eine politische Verantwortung, jedoch ist Politik nicht ihr Metier. Helmut Schmidt war 1980 auch gegen ein Olympiaboykott. Aber aufgrund des Drucks aus den USA verkündete er im Bundestag genau das Gegenteil. Damals lag es aber vor allem am Kalten Krieg und an den auf die BRD gerichteten Raketen.

Es stellt sich nun die Frage, ob es in Ordnung ist, einen geistlichen Führer wie den Dalai Lama aufgrund der Umstände nicht zu empfangen. Schließlich ist er ein Religionsführer. Er spielt zwar auch politisch eine Rolle, aber trotzdem sollte er nicht unbedingt aus Rücksichtsgründen gegenüber China gemieden werden. Während Papst Benedikt XVI vor der UNO-Vollversammlung spricht und in der Türkei von islamischen Religionsführern empfangen wird, wird der Dalai Lama in Deutschland von den hochrangigen Politikern aus Rücksicht auf China, wovon wir nach Meinung von Kurt Beck mehr nehmen sollten, abgewiesen. Solange aber westliche Wirtschaftsinteressen stärker sind als das Interesse an den Menschenrechten in China, wird sich an der Humanitären Lage in der Volksrepublik und in den annektierten Provinzen nichts ändern. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich China weiterhin nach und nach dem Westen öffnet und somit auch die “Human Rights” Einzug in die Volksrepublik halten.



Stille-Wasser-Soundsystem um sieben statt um sechs

29 05 2008

Im Programmablauf des diesjährigen Kalkwerk-Festival hat sich für Samstagabend etwas geändert. Das Stille-Wasser-Soundsystem spielt statt um 18 Uhr erst um 19 Uhr. Grund dafür ist ein weiterer Auftritt, am selben Abend, von der Band “Ring-of-Fire”, die eigentlich um sieben Uhr gespielt hätte. So gibt es halt zu früherer Stunde etwas Country und Westernrock und zu späterer Stunde guten Rap.

Kalkwerk-Festival 2008
Bild aus dem Programmheft des Kalkwerk-Festivals 2008.

Die Besucher des Kalkwerk 2008 können dieses Jahr eine vielseitige Show der Rapper aus dem Kalkwerk erwarten. Unter dem Label “Soundsystem” treten die MCs mit der Band “Daneben” auf, mit der sich in den vergangenen Monaten eine teifgründige Kollaboration ergeben hat. Die Musiker machen nicht nur Hip Hop, sondern sie leben diesen Lifestyle total aus, indem neue Projekte angeregt und umgesetzt werden. Die Neigung zur Professionalität und die Liebe zu ihren Projekten wird auf der Bühne transparent. Ein eigenes Studio, eigene CDs und Vinyls, sowie unendliche viele Auftritte stehen im Focus.

Das Soundsystem ist für den Gig bereit. Das Programm steht, die Karten sind also neu gemischt. Wie bereits hier auf dem Infoblog veröffentlicht, haben “Daneben” und “Stille-Wasser” ein vielseitiges Programm. Es bleibt bei der ersten Programmkombination. Easy beginnt mit einem Intro, das er mit Greenstylez durchzieht. Daneben bringt sein allseits beliebtes “Jam-Session-Set” und Sam Big übernimmt dann mit seinem Soloprojekt. Zum Abschluss gibt es dann noch ein paar neue Burner von Easy der Mic Rebel. Natürlich sind alle Fans, Rap-Musik-Liebhaber und sonstige Personenkreise herzlich eingeladen, der Session am Festival beizuwohnen.



Portugiesischer Abend in Gückingen

20 04 2008

Der Kulturkreis Gückingen organisiert einen kostenlosen Abend mit traditionellen Tänzen, Gesängen und kulinarischen Spezialitäten aus Portugal. Die Gäste werden von der altbekannten portugiesischen Folkloregruppe “Rancho Folclorico Lahn” aus dem limburger Schloss und dem jahrelangen Akkordeonspieler Carlos Polonio musikalisch unterhalten. Darüber hinaus werden Carla Moita und Monica Sequeira-Heinbücher über Portugal und deren Bewohner sprechen. Das ist eine schöne Möglichkeit mehr über das schöne Land am westlichen Ende Europas zu erfahren. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. April, ab 19:30 Uhr, in der Königsteinhalle in Gückingen statt. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Kulturkreises unter http://www.auftakt-gueckingen.de/Kulturkreis.htm zu finden.


Eine portugiesische Folkloretänzerin in Aktion. (Quelle: http://www.jfnogueiro.pt/)



Hi, ich bin Tiago :)

20 04 2008

Hallo liebe Welt. Ich heiße Tiago Levin und bin am 16. April, um 10:17 Uhr, auf die Welt gekommen. Ich habe das Licht der Welt im limburger St. Vincenz Krankenhaus erblickt. Nach meiner Geburt habe ich 4.275 g gewogen und bin 56 cm groß gewesen. Eigentlich sollte ich eine Hausgeburt werden, aber leider war ich noch in der Sternengucker-Position, was meine Eltern und ihre Hebamme veranlasst haben, meine Mutter ins Krankenhaus zu bringen. Dort habe ich mir, wie bereits zehn Tage zuvor, noch einige Zeit gelassen. Nach einem fünfzehnstündigen Kampf und der unendlichen Suche nach der richtigen Position, habe ich es am Ende doch noch geschafft. Ich freue mich auf das Leben und möchte ganz viel erleben.

Der kleine Prinz etwa vier Stunden nach seiner Geburt.
Tiago etwa vier Stunden nach der Geburt.

Tiago am Montag, 21. April 2008.
Der kleine Prinz.



Stille Wasser Infoblog neuerdings auf unserer Datenbank

15 04 2008

Die URL “luis62real.wordpress.com” konnte mir nicht alle Wünsche als neuer Blogger eröffnen. Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich mehr am Design ändern kann und wie ich flexibler mit dem Weblog arbeiten kann. Wordpress.org machte mir dies mit ihrem Blog Tool “WordPress 2.5″ möglich. Bedingung ist, dass der User Webspace bei einem Provider hat und darüberhinaus noch die Möglichkeit hat eine SQL-Datenbank anzulegen. Nur mit einer Datenbank lässt sich die Software von WordPress implementieren und pflegen.

Ich war nicht zufrieden damit, dass die Wordpress.com Domain in der URL erschien und ich fürs “Domainmapping” jährlich 10 $ hätte zahlen müssen. Deshalb habe ich mir Wordpress 2.5 bei www.wordpress.org heruntergeladen und die Daten per FTP auf unseren Server, www.stille-wasser.com, transferiert. Dafür ist eine eingerichtete Datenbank nötig, die ich vor der Installation initiiert habe. Die Installation von Wordpress ist ganz einfach. Wen es interessiert, der kann einfach die gepackte Datei auf der .org Domain von Wordpress herunterladen und die “Liesmich” lesen. Dort ist der Installationsprozess erklärt.

Somit kann ein Autor seinen Blog wesentlich besser verwalten. Er kann direkt am Quellcode basteln und die Style Sheets nach eigenem Ermessen ändern. Über Wordpress.com geht das nur zu einem gewissen jährlich anfallenden Preis. Einziges Problem, wenn ein Blogger ein Theme bei Wordpress.com gewählt hat, kann er diesen häufig nicht mehr auf der Datenbank nutzen, weil nur die Standard-Themes angeboten werden. Der User muss sich das bisher genutzte Theme im Web suchen. Am besten einfach nachschauen, wer das Theme erdacht hat und bei demjenigen auf der Website downloaden. Meistens können sie dort unentgeltlich heruntergeladen werden.

Trotzdem lässt sich die ganze Sache einfacher handlen, wenn der Nutzer direkt alles so verändern kann wie er möchte. Mit WordPress 2.5, sowie mit den Versionen davor, ist so etwas möglich. Ich bin sehr erfreut darüber und kann Wordpress jedem weiterempfehlen ohne zu wissen, wie es eigentlich bei den anderen Blog-Plattformen funktioniert. Danke Wordpress! ;)